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SJ 2013-14: Kinder des Krieges - „Das Schicksal gleichaltriger Jugendlicher an aktuellen Kriegsschauplätzen lässt uns nicht kalt“ 

Täglich begegnen wir ihnen im Fernsehen, den flüchtenden, verletzten, bewaffneten und getöteten Kindern. Bilder, bei denen viele lieber wegsehen, weil sie das Leid und die Not der Kinder nicht ertragen, weil die Ungerechtigkeit, die den Kindern widerfährt zum Himmel schreit. Hilflos sind sie dem Hass und der täglichen Gewalt ausgesetzt, sehen und erleben Dinge, die nicht für Kinderaugen bestimmt sind und tiefe psychische Wunden hinterlassen.

Die Welt ist leider nicht besser, friedlicher und gerechter geworden. Schon vor 70 Jahren hat der 2. Weltkrieg Kinder einem unaussprechlichen Leid ausgesetzt, sie entwurzelt, ihrer Eltern beraubt. Viele Schüler aus Distomo erzählen vom Schicksal ihrer Großeltern.

Das diesjährige Schülerbegegnungsprojekt macht diese Problematik zu ihrem Schwerpunktthema. Gemeinsam recherchieren und arbeiten die griechischen Schüler des Lyzeums in Distomo mit Schülern der DSA am Thema “Kinder des Krieges“. Das Ergebnis der Auseinandersetzung soll in einer gemeinsamen Aufführung in Distomo einem breiteren Publikum vorgestellt werden.

Die sechs Denkhüte von Edward de Bono: Ein kreativer Zugang zur Komplexität des menschlichen Handelns und zur Entscheidungsfindung

Teil 2 der Schülerbegegnung mit dem Lykeion Distomou - Besuch der DSA-Schülergruppe in Distomo

Am 8. April 2016 nahmen wir gemeinsam mit den Schülern des Lyzeums Distomo unter Anleitung einer Expertin an einem Workshop mit dem Thema: „Qualvolle Entscheidungen von Zeitzeugen, Formen persönlicher Entscheidungsfindung“ teil.

Das Anliegen dieses Workshops war es grundsätzlich die vielfältigen Möglichkeiten und Techniken persönlicher Entscheidungsfindungen kennenzulernen und diese zu verstehen. Somit können schwierige Entscheidungsfindungen von Menschen aus der Vergangenheit nachvollzogen werden und auch persönliche Entscheidungen daraufhin reflektiert werden.

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10. Juni 2015, Begegnung mit Herrn Sfountouris in Distomo

10. Juni 1944, ein Tag der Grausamkeit und der Trauer

An diesem Tag fand im Namen des Deutschen Reiches eine der schrecklichsten Tragödien des 20. Jahrhunderts statt: das Massaker von Distomo, das in Deutschland bis heute völlig unbekannt ist und in den deutschen Schulbüchern auch keine Erwähnung findet. Für mich ist es ein geschichtliches Ereignis, das mich sehr bewegt und beschäftigt. Seitdem ich von Distomo gehört habe, besonders auch als wir im Geschichtsunterricht darüber gesprochen haben, ist mir eins klar geworden: Ich will diesen Ort unbedingt besuchen!

Das sehr gelungene Distomo-Projekt ermöglichte mir nicht nur die Kleinstadt und ihre Vergangenheit kennenzulernen, sondern auch die Begegnung mit den Schülern aus diesem geschichtsträchtigen Ort, aus der dann richtige Freundschaften wurden.

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SJ 2013-14: "Kinder des Krieges" damals und heute

Das Schicksal des vierjährigen Argyris aus Distomo und die Flüchtlingskinder aus Syrien

Argyris Sfountouris wurde am 10. Juni 1944, im Alter von 4 Jahren, von einem Tag auf den anderen ein Vollwaise, Truppen des SS Polizeigrenadierregiments 7 (eine Einheit der Waffen SS) verübten in der Kleinstadt Distomo ein menschenverachtendes Verbrechen an der unschuldigen Zivilbevölkerung.

Die Schwächsten wurden die größten Opfer des Krieges. Bilder, Erlebnisse, Geschehnisse brannten sich tief in das Gedächtnis dieser Kinder ein, Eindrücke, die sie nie mehr loslassen würden, die sie ihr Leben lang begleiten würden. Alleingelassen mit den psychischen und physischen Traumata, mussten die Kinder, die das schreckliche Massaker überlebt hatten, selber ihren Weg gehen. 60, 70 Jahre, in denen niemand nach dem Schicksal dieser Kinder fragte, mussten vergehen, dass man im Land der ehemaligen Täter beginnt, sich ihrer zu erinnern. „Wie leben mit dieser Last der Vergangenheit, vergessen, verdrängen, anprangern, aufbegehren?“ (Zitat aus dem Film, Ein Lied für Argyris)

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Tanzaufführung in Distomo, 12. Juni 2015

Wie bereits in den vergangenen Jahren, nahmen auch in diesem Jahr die Schüler der Klasse 10d am Schülerbegegnungsprojekt mit gleichaltrigen Schülern aus Distomo teil. In diesem Jahr erwiderten wir mit großer Freude eine Einladung zur Teilnahme mit der ganzen Klasse an einer Tanzaufführung mit dem Titel „Eine Reise durch die Jahrhunderte“, inszeniert und gestaltet von und mit Herrn Kounouklas.

Die Tanzaufführung war Teil des Kulturprogramms rund um den 10. Juni 1944, den Gedenktag an das schreckliche Massaker durch die Nationalsozialisten in Distomo, während des zweiten Weltkrieges.

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