„Ist das Kunst oder kann das weg?“

… so lautete das Thema unserer diesjährigen Kunstausstellung, das wir besonders im Hinblick auf die „documenta 14“ ausgewählt haben, eine der weltweit bedeutendsten Ausstellung für zeitgenössische Kunst, die in diesem Jahr nicht nur am Originalstandort Kassel, sondern auch in Athen stattfindet.

„Ist das Kunst oder kann das weg?“ - diese und ähnliche Fragen stellen sich Betrachter vor allem beim Anblick moderner Kunstwerke. So erging es sicherlich auch einem Hausmeister der Düsseldorfer Kunstakademie, als er 1973 eine als Kunstinstallation gedachte alte Badewanne des damaligen Direktors der Kunstakademie Joseph Beuys reinigte und zweckentfremdete.

Aber trotz allem Unverständnis gibt es einige Kriterien, die ein Kunstwerk von Kitsch oder Müll unterscheidet:

1.     Kunst ist original und nicht wiederholbar!

2.     Hinter einem Kunstwerk steht meist eine Aussage, eine Idee.

Auf die Bemerkung „Das hätte ich auch machen können …“ entgegnete einmal Damien Hirst, einer der kommerziell erfolgreichsten Künstler der Welt „Stimmt, aber Sie haben es nicht gemacht, oder?“

Der Einfluss der zeitgenössischen Kunst ist viel größer, als man denkt: Im Vergleich zu den vollgestopften Wohnzimmern von vor 100 Jahren sehen unsere heutigen Wohnungen geradezu kahl aus - und das geht nicht zuletzt auf die minimalistische Kunst des 20. Jahrhunderts zurück.

Kunst ist heutzutage vielseitig, so wie z.B. die des Künstlers David Knorr, der im Rahmen der documenta 14 seine eigene Version von „Archäologie“ schafft, indem er im gesamten Stadtgebiet von Athen herumliegende Gegenstände vom Boden aufsammelt, in Bücher presst und archiviert.

Genauso vielseitig präsentierten sich die Arbeiten unserer Schüler, in denen Müll oder Seife zu Kunstwerken umfunktioniert wurden, mit Stiften und Farben moderne wie klassische, gegenständliche wie ungegenständliche Werke geschaffen wurden.

Mit gleichermaßen offenen Augen und Verstand konnte die diesjährige Jahresausstellung vom 17. März bis 09. Mai betrachtet werden. Am Abend des 17. März wurde sie außerdem mit einer kleinen Vernissage eröffnet, zu der Wein und Snacks von Schülern der Klasse 12 angeboten wurden.

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